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J. Duda absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr

Jascha Duda Vorbild für Jungen

Meerbusch (RP) Der Büdericher Jascha Duda, Musiker und Bundesliga-Sportler im Judo, absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Kindergarten in Wien. Sein Abschiedskonzert gibt er im Pappkarton.

Meerbusch
Vorbild für Jungen
VON NORBERT STIRKEN - zuletzt aktualisiert: 28.07.2010

Meerbusch (RP) Der Büdericher Jascha Duda, Musiker und Bundesliga-Sportler im Judo, absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Kindergarten in Wien. Sein Abschiedskonzert gibt er im Pappkarton.

Der 19-jährige Büdericher Jascha Duda arbeitet ein Jahr lang in einem Kindergarten in Wien.

In Kindergärten und Grundschulen, immer öfter auch in den Familien, müssen Jungen ohne männliche Bezugsperson auskommen. Für einige Kinder in Wien wird das ab dem 29. August anders sein. Dann beginnt Jascha Duda (19) aus Büderich sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Einrichtung zur Kinderbetreuung in der österreichischen Hauptstadt.

Eigentlich wollte der Kriegsdienstverweigerer vom Städtischen Mataré-Gymnasium seine Zeit in Japan verbringen. "Das war aber zu kompliziert", sagt der Abiturient. Er hätte mit 20 Altersgenossen in einem Zimmer mitten in Tokio leben und in einer Einrichtung für geistig und körperliche behinderte Menschen arbeiten müssen. "Das entsprach dann doch nicht meinen Vorstellungen", erklärte der Meerbuscher. Dabei hatte er nach drei Wochen Aufenthalt in der Hauptstadt, in Osaka und Yamanashi einen tollen Eindruck vom Land und von den Leuten. "Ich konnte sogar schon einige Brocken japanisch", sagt er: "Zum Bestellen, guten Tag und auf Wiedersehen reichte es schon."

Info Jascha Duda
Jascha Duda (19) steht für den 1. JC Mönchengladbach in der Judo-Bundesliga auf der Matte. Seine Freizeit verbringt der Büdericher im Proberaum seiner Band "Die Drei" und als Dauerkarteninhaber bei der Düsseldorfer Fortuna. Am 29. August beginnt sein Freiwilliges Soziales Jahr in Wien.

Jetzt geht's nach Wien. Der Umgang mit kleinen Kindern mache ihm Spaß, sagt er. Als Jugendtrainer im Judo und als Praktikant in der Adam-Riese-Grundschule habe er entdeckt, dass er gut mit dem Nachwuchs umgehen könne. Im Kindergarten am Fronhof, den seine elfjährige Schwester einst besuchte, habe er in der Betreuung bereits geholfen. "Ich möchte Pädagogik studieren und vielleicht Grundschullehrer werden", schildert Duda seinen Berufswunsch. Ganz sicher sei er sich da allerdings noch nicht.

In Österreich bleibt der Büdericher nun erst einmal zwölf Monate und arbeitet im Nordwesten Wiens im Kindergarten. Während des Aufenthalts lebt er in einem Ein-Zimmer-Appartement in einem Hochhaus für Auszubildende und Studeten aus ganz Europa. Zum Komplex aus drei Gebäuden gehören unter anderem auch Tennisplätze. Sport ist für Duda sehr wichtig. Der 19-Jährige war vor zwei Jahren bereits Dritter bei den Deutschen Meisterschaften im Judo und trat zuletzt in der Bundesliga für den 1. JC Mönchengladbach an. Der Inhaber des Schwarzen Gürtels hat seine ersten Kämpfe für TuRa Büderich bestritten.

Ehe er sich auf die Reise macht, gibt Duda mit seinen Freunden Andre Klang und Justus Schwenzer noch ein Abschiedskonzert im Pappkarton in Strümp. Neben Sport mag der Büdericher Musik. Als Band "Die Drei" überzeugte das Trio mit seinen Akustik-Songs bislang nur bei Auftritten im Mataré-Gymnasium. Jetzt geht's in die Jugendeinrichtung an den Fouesnantplatz. Ab 18 Uhr spielten er und seine Kollegen "Melodic Pop" oder "Soft Rock", sagt Duda grinsend. Als Musiker und Leistungssportler taugt er allemal als Vorbild für Wiener Jungen.

Originalbericht: mehr Infos anklicken
 
28.07.2010 | mehr Infos | Autor: Charly Hoeveler
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