1. JC Mönchengladbach - DJK Adler 07 Bottrope 12:2

Ein Bericht aua Bottroper Sicht

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Keine Bauchschmerzen bei den Judo-Adlern. Nur die Höhe der Niederlage in Mönchengladbach ärgert den Trainer.Die Judo-Frauen des DJK Adler 07 hatten auch in ihrem zweiten Saisonduell in der Bundesliga das Nachsehen. Sie unterlagen beim favorisierten 1. JC Mönchengladbach klar mit 2:12.

Joana Euwens konnte nach ihrer Verletzungspause wieder mitwirken, erstmal gehörte die Italienerin Roberta Cappello zum Kader der Judoadler, die erst 16-jährigen Sarah Elena Sachse war als große Unbekannte mit nach Mönchengladbach gereist. Adler-Coach Ulf Hermanns hatte einige Asse im Ärmel, doch die Joker stachen nicht. Dafür waren die Gastgeberinnen einfach zu stark. Der Mitfavorit auf die Nordmeisterschaft brachte zahlreiche namenhafte und international erfahrene Kämpferinnen auf die Matte und siegte am Ende verdient.

Schon nach dem ersten Durchgang lagen die Bottroperinnen mit 1:6 im Rückstand. Einzig die Niederländerin Evelien Donkers (-78 kg) verbuchte gegen Jana Tillmanns einen Zähler. In der zweiten Runde war es dann Sarah Katharina Hapke vorbehalten, den Ehrenpunkt für die Adler einzufahren. Sie besiegte die international erfahrene Ungarin Katinka Szabo (-57 kg) dank zweier Yuko-Wertungen. Den dritten möglichen Punkt verpasste Evelien Donkers, die im Schwergewicht den Kampf gegen Julia Tilmanns zwar dominierte, sich aber nicht belohnen konnte. Ein glänzender Konter der Mönchengladbacherin besiegelte den Ippon-Sieg und damit auch den 12:2-Endstand.

Für einen Lichtblick sorte aber auch die junge Debütantin Sarah Elena Sachse (-52 kg), die sich gegen die Türkin Kubra Tekneci bei ihrem ersten Auftritt in der Bundesliga toll verkaufte, wenngleich am Ende die Erfahrung den Unterschied ausmachte. "Sie hat sich großartig verkauft", lobte Adler-Coach Ulf Hermanns. Auch die Italienerin Roberta Cappello (-48 kg) lieferte sich mit Mira Ulrich packende Duelle und sorgte so für Begeisterung in der Gladbacher Jahnhalle.

Das Ergebnis ist am Ende natürlich heftig und es ist ärgerlich, dass es so deutlich ausgegangen ist, aber diese Niederlage war für uns absehbar. Deshalb habe ich auch keine Bauchschmerzen. Die Aufstellung der Gladbacher hat uns gezeigt, dass der Respekt da war“, zog Adler-Trainer Ulf Hermanns ein abschließendes Fazit.

Nach der zweiten Saisonniederlage beginnt für die Judo-Adler nun die heiße Phase der Saison In den beiden noch ausstehenden Duellen geht es noch gegen das ebenfalls noch sieglose Team von Stelle Bevergern (18.06.), ehe zum Abschluss das Derby gegen den JC 66 auf dem Programm steht (17.09.). Trainer Hermanns betont: „Jetzt wird es wichtig. Wir wollen nicht mehr verlieren.“

Text: Henning Wiegert

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